BCT Saisonauftakt – Preis der Stadt Stuttgart vom 25.04. – 27.04.2014 in Hockenheim

Mit der Veranstaltung am vergangenen Wochenende startete die 2014er BCT Saison für Teams, Fahrer, alle Fans, Freunde und Unterstützer der BCT. Am Donnerstag standen Test und Einstellfahrten auf dem Programm welche von vielen bereits genutzt wurden um die Autos in 2014 das erste mal einzusetzen. So war das Fahrerlager Donnerstag Nachmittag / Abend schon gut gefüllt.

Das erste mal beim Preis der Stadt Stuttgart hatten wir unseren gewohnten Bereich in der Querspange. Leider war der Bereich nicht gut strukturiert und so waren die Zelte des Kampf der Zwerge stark verteilt und nicht so kompakt wie wir es gewohnt sind. Das sollte aber die einzige Kritik an der Veranstaltung sein! Die Startzeiten und auch die Durchführungsdauer ließen nämlich absolut keine Kritik zu.

Die Engländer waren wieder stark vertreten mit einem neu lackierten Auto von James Lindrige. Aber auch Damon Astin hat seinen Mini7 über den Winter in einen wasch echten BCT Renner verwandelt. Mit von der Parie natürlich auch Mondosport und Gerlad Dale am Steuer des schwarzen Renners. Dieser hatte im Mini Magazin schon das Saisonziel verkündet – Gesamtsieg – Wir werden sehen was die Saison bringt. Auch das Team um Peter Nöker kam mit einem über den Winter verbesserten Renner in Hockenheim an und schlugen die Zelte neben Draut / Ziegeweit, dem SMIRT und Stephan Keiselt auf. Thomas Berg, bekannt durch die Cocktailversorgung im Fahrerlager brachte seinen in Oschersleben erstmals eingesetzten Mini an den Start. Aber nicht nur Thomas Berg startete erstmals in der Gruppe II auch Herbert Wein kam mit seinem blauen historischen Mini nach Hockenheim. Die Gruppe II komplettierten dann Alberto Pinna, Patrick Kühnel und Thomas Klingelhöfer, Sebastian Wallner und Phil Harvey. Thomas Klingelhöfers weisser Renner hat einen zwilling bekommen – aber nur auf den ersten Blick. Denn der Zwilling steht auf 12″ Yokohama Reifen und hat schmale Verbreiterungen –> Gruppe I. Faxe Racing hat über den Winter hinweg mit Unterstützung andere Gruppe I Fahrer den Miet Renner fertiggestellt und Faxe selbst pilotierte das Fahrzeug bei seiner Jungfernfahrt auf dem Hockenheimring,. Damit die Verwirrung komplett wurde standen beide Fahrzeuge im Faxe Racing Zelt auch nebeneinander. Der weisse Renner stellte den 6. Wagen in der Gruppe I dar. Der dauergewinner Jürgen Kohlhaase, Sven Olaf Homann, Katja Schygulla, Jens Hornber und Andre Wessling komplettierten dann die Gruppe I. Bis auf Jens Hornberger werden auch alle die gesamte Saison fahren. Schön zu sehen, dass nach so vielen Interessenten und positivem Feedback, die Gruppe I sukksessive wächst und man hört von verschiedenen Stellen, dass noch weitere Fahrzeuge im Bau sind.

Aber kommen wir zum Training am Freitag welches bei bestem Wetter und sommerlich heissen Temperaturen den Fahrern und Autos alles abverlangte. Thomas Klingelhöfer beendete dies als schnellster im gesamten Feld. Aber es wurde klar, dass die Läufe spannend werden, denn die ersten 5 Startreihen und somit die ersten 10 Fahrzeuge waren Mini´s gefolgt von NSU TT. Aber gerade die ersten 5 Startreihen verhießen einen spannenden Lauf und so sollte es auch später kommen. In der vollen Gruppe I ging es sehr schnell zur Sache und die Zeiten vom letzten Jahr wurden von fast allen Fahrern deutlich unterboten. Damit zeigt sich, dass die Gruppe I sich von den Fahrern stetig weiterentwickelt, denn an den Fahrzeugen darf ja nichts mehr optimiert werden. Zwischen den Läufen mussten einige noch ihre Technik richten, dann für viele war dies ja der erste Einsatz in 2014. So hatte Herbert Wein mit einer kaputten Kopfdichtung zu kämpfen. Auch Patrick Kühnel, der wohl Dauerpech in Hockenheim gebucht hat, rollte im Training mit mangelndem Öldruck aus. Alberto Pinna musste bei seinem Homerun ebenfalls schrauben und auch später den Motor tauschen. Jens Hornberger musste auch nochmal ran. Er hatte ausprobiert, ob die Gruppe I Bremsen besser funktionieren wenn Metall auf Metall bremst   🙂 – er hat sich dazu entschieden, dass dies kein Vorteil ist und tauschte dann Scheiben und Belege um wieder mitbremsen zu können.

Zum ersten Lauf am Freitag nachmittag zeigte die Sonne nochmal Ihre ganze Kraft und man spürte die Vorfreude aber auch Nervoität in der Luft bei allen Fahrern und den Teams. Dann startete das Feld hinter dem Saftey Car zur Einführungsrunde. Die hinteren hatten etwas Probleme den Speed mitzugehen, da sich das Feld auseinander zog. Als die Führungsgruppe aber in die Sachskurve einbog wurde das Feld kompakter und die Motoren drehten hoch in Vorbereitung auf den Start ein paar Kurven später. Thomas Klingelhöfer gab den Speed vor und legte einen sauberen Start hin. Jetzt war allen klar, der Lauf ist eröffnet, die Saison gestartet, der Kampf der Zwerge 2014 hat begonnen und so donnerten wir zur ersten Kurve nach Start Ziel. An der Spitze ging es heiss her, auch wenn die Rundenzeiten knapp hinter denen vom letzten Jahr blieben, wohl den heissen Temperaturen geschuldet. Aber nicht nur in der Gruppe II ganz vorne im Feld wurde eng im Windschatten gefahren. Auch in der Gruppe I haben die Fahrer den Windschatten für sich entdeckt und so flogen Faxe, Jürgen und Sven mit den Gruppe I Wagen um die Strecke und die Wette. Auch im ersten Lauf sanken die Rundenzeiten der Gruppe I nochmals. Dem Tow des Windschattens und dem gegenseitigen Pushen den drei Fahrer geschuldet. Nach 30 Minuten wurde dann abgewunken und im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen hatten wir hier 30 Minuten Fahrzeit ohne Einführungsrunde (Danke an den Veranstalter). In der Gruppe II gab es ein Fotofinisch zwischen weiss und schwarz – Dale und Klingelhöfer – Schwarz war vorn. In der Gruppe I war die Situation für Jürgen ungewohnt als zweiter über die Ziellinie zu fahren hinter Faxe aber gerade noch vor Sven. Aber die GLP Auswertung sollte ja noch kommen. Vor dem Parc Fermé direkt nach dem Lauf wurde dann die Siegerehrung vom Veranstalter durchgeführt. Die Siegerehrung begann mit einer begeisternde Ansprache des MSC Stuttgart. Und was kann es für besseres Feedback geben, für alle die, die Zeit, Motivation, Geld und Aufopferung in den Sport stecken, als den Ausdruck von Begeisterung bei Fans, Teams und den Veranstaltern! In der GLP Wertung konnte sich dann Hubert Nagel, gefolgt von Sebastian Wallner und Katja Schygulla durchsetzen.

Der Abend wurde dann wie üblich mit gemütlichen beisammensitzen und Reperaturen an dem ein anderen Auto verbracht. Herbert Wein musste leider nochmal ran, aber auch Thomas Berg musste Hand anlegen und konnte die Werkstatt von Alberto Pinna nutzen, in der vorher noch sein Motor gewechselt wurde, um seinen Boliden wieder zu richten.

Die Gemütlichkeit wurde dann aber von einem heftigen Regen gestört. Der Platzregen ließ die in der Kuhle stehenden Zelte schnell voll Laufen und den ein oder anderen Pavillion hat es auch dahin gerissen. Patrick Kühnel kam fast gar nicht mehr aus seinem Anhänger heraus ohne bis zu den Waden im Wasser zu stehen und auch die Ölwanne seines Mini´s war schnell im Wasser. Am morgen versickerte das Wasser dann langsam und die provisorischen Brücken zu den Autos konnten wieder abgebaut werden.

Am Samstag wurde es dann wieder vollständig trocken und der zweite Lauf konnte mit Slicks gestartet werden. Phil Harvey hatte im ersten Lauf einen Motor eingebüßt und musste dann noch am Vorabend seinen Ersatzmotor einbauen für Samstag. Die Nervosität war dann etwas gewichen zum zweiten Lauf hin und auch das Führungsfahrzeug war nicht mehr so schnell unterwegs. So lief wieder die 30 Minuten Uhr erst los als Thomas Klingelhöfer die Ziellinie überfuhr. Wieder setzte sich das Führensfeld etwas ab und nicht nur Damon Astin, sondern diesmal auch Stephan Keiselt machten mächtig Druck um den Prestige prächtigen ersten Platz zu übernehmen. Hier und da Öl auf der Strecke machte es dann in einigen Kurven schwierig den Speed zu halten.  Aber wichtige Erfahrungen konnten dennoch gesammelt werden. Thomas Berg merkte schnell, dass seine Hinterachse noch nicht perfekt ist aber auch Cüneyet Cuhalar hatte noch mit Setup Problemen zu kämpfen.  Nach den 30 Minuten ging der Lauf dann dem Ende zu und die Reihenfolgen waren wieder ähnlich dem ersten Lauf. Aber die GLP Wertung war ja entscheident. Diesmal war nur ein Mini Fahrer unter den Platzierten. André Wessling konnte mit seinem Gruppe I sich platzieren. Im zweiten Lauf hat sich wieder Hubert Nagel durchgesetzt und die geringsten Strafpunkte erhalten.

Der Abend wurde dann mit gemeinsamen Grillen, Fassbier und anderen Leckerein eingeläutet. Der Himmel öffnete zwar wieder seine Pforten aber nicht in den Maße vom Vortag und so konnte bis spät in die Nacht der Saisonbeginn zelebriert werden.

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1300ccm Bericht ung Bilder

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