Rückblick zum Saisonauftakt in Hockenheim

Die Starterliste hat es schon versprochen mit 21 genannten Fahrzeugen hat die BCT wieder das größte Starterfeld beim Kampf der Zwerge bei der diesjährigen Bosch Hockenheim Historic gestellt.
Ausgetragen wurden die ersten beiden Wertungsläufe der BCT am Samstag und Sonntagmorgen jeweils um 10:35. Voran ging das Training welches bereits am Freitagnachmittag stattfand.

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Schon im Training zeigte das Starterfeld der BCT deutlich wie schnell es doch ist. Die uns seit Jahren treuen Engländer haben dieses Jahr noch Verstärkung mitgebracht. So kommt es, dass der Name Dale jetzt nicht nur ein Garant für die schnellsten Rundenzeiten ist denn einer seiner Söhne pilotiert das Ex-Purple Racing Auto von Gordon Scott. Aber nur weil er nicht ganz mit seinem Vater mithalten konnte war er fix unterwegs für seinen ersten Lauf bei der BCT. Neben Philip Dale kamen aber gleich noch vier weitere Debütanten nach Hockenheim um sich zu positionieren. Dies taten sie dann auch im Training am Freitag.


Wie immer bei den ersten Läufen der Saison musste sich die im Winter optimierte Technik beweisen. Und in der Gruppe II gab es die eine oder andere Kleinigkeit zu tun (Durchgescheuerte Kabel, Loser Auspuff, schlecht befestigte Schläuche, etc. – zum Glück nur Kleinigkeiten). Die Gruppe I – technisch souverän wie immer – absolvierte das Training mühelos und auch hier ist ein neuer Starter mit an Board. Die Rangfolge in der Gruppe I war im Training aber unverändert zum letzten Jahr. In der Gruppe II waren auf den vorderen Plätzen ebenfalls wieder alte Bekannte und lediglich zwei NSU haben es geschafft sich unter die ersten 8 in der Startaufstellung zu schieben.
Mit Vorfreude wurde dann der Samstag herbei gefiebert. Manch einer blickte sorgenvoll zum Himmel aber dieser ließ seine Pforten geschlossen und ermöglichte einen trockenen wenn auch kalten ersten Lauf. Nach der Einführungsrunde donnerte das Starterfeld los und die Saison war mit dem ersten gewerteten Lauf richtig begonnen!

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In der Spitzengruppe rund um Gerald Dale, Thomas Klingelhöfer und Gordon Scott wurde eifrig um jeden Meter gekämpft. Aber auch im Mittelfeld und vor allem in der Gruppe I kam keine Langeweile auf so setzte Katja Schygulla Jürgen Kohlhaas mächtig unter Druck und auch Gerald Dale in der Gruppe II musste seine Position immer wieder gegen seine Verfolger verteidigen. Sven Homann in der Gruppe I gewöhnte sich gut an das neue Auto und die Strecke und obwohl er das erste Mal im Mini saß konnte er doch ganz gute Rundenzeiten abliefern. In dem neuen Gruppe II Renner von Maik Draut musste kurz vor der Veranstaltung noch ein andere Motor eingebaut werden – da der neue Motor noch nicht Einsatzbereit war – so wurde kurzerhand ein Standard 1300ccm Vergaser eingebaut, der bis dato in der „Ecke stand“ und auf seine Revision wartet. Aber trotz Semi-Slicks und gleicher Leistung hatte er nichts gegen die Gruppe I entgegen zu setzen. Das zeigt wieder einmal, dass Technik nicht alles ist, sondern Erfahrung und Fahrpraxis unerlässlich sind.Mehr als Beachtlich schlugen sich auch die beiden französischen Anhang K Autos im Gesamtfeld und zeigten dem ein oder anderen Slick Bereiften Boliden wie schnell man auch mit Semislicks und einem historischen Auto unterwegs sein kann.
Der zweite Lauf wurde dann in der ersten gezeiteten Runde von einem Unfall überschattet. So hat ein NSU, den letztes Jahr schon von Pech verfolgten, Patrick Kühnel und eines der Anhang K Autos abgeräumt und für Karosseriearbeit gesorgt. In der Spitzengruppe ging es gewohnt eng zu. So dass der Kampf um Platz 2 und 3 erst auf den letzten Metern entschieden wurde. In der Gruppe I konnte Katja Schygulla sich kurzer Hand an die Spitze setzen und sogar absetzten. Leider konnte sie ihren Vorsprung nicht ins Ziel bringen. Sie wurde aber mit der schnellsten Rundenzeit in der Gruppe I belohnt. In der Gruppe II hat schlussendlich wieder Gerald Dale das Rennen um die schnellste Rundenzeit für sich entschieden, gefolgt von Thomas Klingelhöfer und Gordon Scott.
Die diesjährigen Bosch Hockenheim Historic haben wieder alles gehalten was sie versprochen haben. So sind alle Boliden und auch Fahrer aus dem Winterschlaf aufgewacht und auch der BCT Grill hat wieder das ein oder andere Kilo Fleisch zubereitet. Aber auch die Abende haben dank Heizstrahler und Ramazzotti wieder Lust auf mehr gemacht und so scheinen die 7 Wochen bis zum nächsten Event unendlich lang. Aber so bleibt auch genügend Zeit die letzten technischen Probleme aus der Welt zu schaffen, so dass die BCT am Nürburgring wieder mit vollem Starterfeld aufwarten wird.

Hier weitere Impressionen vom Saisonauftakt – [Fotos]

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