Saisonabschluss am Nürburgring 2013

Auch in diesem Jahr stand für den Kampf der Zwerge und die BCT der Saisonabschluss im Oktober bei der diesjährigen ADAC Westfalen Trophy des MSC Borks an. Die Nennliste verriet ein volles Starterfeld und so standen einige auf der Nennliste, die dieses Jahr nur sporadisch gefahren sind. Dies freute nicht nur uns sondern auch die Zuschauer. Denn bei 60 Fahrzeugen auf der GP Strecke gibt es viel zu gucken und noch mehr feinen Motorsport.

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Da am Sonntag die GP + Nordschleife befahren wird waren beide Wertungsläufe für den Kampf der Zwerge am Samstag. Der 2. Wertungslauf am Samstag beendete sogar den gesamten Renntag auf der GP Strecke. Gut für uns denn bei der ADAC Westfalen Trophy wird ja Samstags immer der Saisonabschluss gefeiert. Dieses mal sogar noch größer als in den Vorjahren. Dazu aber später mehr denn zuerst standen ja noch zwei Wertungsläufe am Samstag nach einem Training am Freitag auf dem Programm. Die Wetterprognose war hervoragend wenn man bedenkt, dass wir im Oktober in der Eifel waren. So füllte sich das Fahrerlager am Donnerstag Nachmittag zügig. A pro pos Fahrerlager – auch hier gab es ein Novum. Denn der Kampf der Zwerge hatte das ganze historische Fahrerlager für sich und nach einem genauen Boxenplan konnte fast jeder sein Auto in einer Box unterbringen. Sonst beziehen wir im Oktober ja immer drei Boxen der neuen Boxenanlage an Start / Ziel diesmal bote das alte Fahrerlager uns aber eine besondere Atmosphäre. Aufgrund der hohen Starterzahl wurde es aber schnell eng aber im Endeffekt hat jeder sein Plätzen bekommen.

Freitag morgens ging es für einige schon früh los zu den freien Test und Einstellfahrten bevor kurz vor Mittag die Fahrerbesprechung auf dem Plan stand. Auf der Fahrerbesprechung wurde der Kampf der Zwerge herzlichst willkommen geheissen als eine der Serien die bei der ADAC Westfalen Trophy zu den Serien der ersten Stunde zählte – das freut nämlich nicht nur uns, sondern auch die Organisatoren des MSC Bork.
Das historische Fahrerlager hatte sein ganz eigenes Flair als es in Richtung des Vorstart zum freien Training ging. Dass man aus seiner eigenen, mit Namen versehenen Box, startet ist ja nicht alltäglich. Die Startaufstellung selbst erfolgte dann an alt bekannter Stelle und als das 3 Minuten Schild durch die Reihen getragen wurde war allen beim Anlassen ihres Motors klar, dass dies das letzte Training dieser Saison sein wird. So ging es zügig auf die Strecke und das Training war freigegeben.Die 25 Minuten gingen schnell vorbei und die Startaufstellung zeigte mal wieder wie schnell die Mini´s unterwegs sind. Thomas Klingelhöfer auf Pole gefolgt von weiteren 8 Mini´s bis Startplatz 10. Aber der hohe Speed forderte auch Tribut. Jaennot Rausch fiel mit Motorschaden aus und auch an einem Gruppe I Mini müssen alle Schrauben fest sein, sonst kann es auch vorkommen, dass man dort nicht finished. Denn so hatte Jürgen Kohlhaas einiges zu schrauben am Abend. Aber auch an anderer Stelle wurden noch Schraubenschlüssel geschwungen bis es endgültig in den gemütlichen Teil des Abends überging.

Samstag morgen sind wir dann bei bestem Wetter aber noch nassem Asphalt aufgestanden. Das sonst sehr trubelige Fahrerlager war irgendwie ruhiger. Jeder war in seiner Box und hat sich auf den ersten Wertungslauf vorbereitet. Um 11:20 ging es dann los für uns und die Startaufstellung konnte zügig eingenommen werden dank der vielen Helfer, die immer wieder jedem seinen Startplatz nannten. Hinter dem Saftey Car ging es dann auf die Strecke und als die Fahrzeuge auf die Start/Ziel Gerade einbogen drehten die Motoren hoch und alle warteten, dass der Polesetter den Speed vorgab. Dieser lies sich lange Zeit – zu lange für einige, so kam es, dass Thomas Klingelhöfer nicht als erstes die Start / Ziellinie überfuhr – Frühstart. Der Lauf war dennoch Freigegeben und in den hinteren Reihen gab es einige Positionsänderungen nach dem Start. Thomas Klingelhöfer fuhr aber wieder souverän an die Spitze und dominierte den Lauf bis er wegen Luft im Kupplungssystem ausfiel. Da war die Stunde für James Lindrige geschlagen. Im Training noch nicht auf Top Position legte er den Speed vor und führte das Feld an. Weiterhinten im Feld zog ein Styr Puch eine große Nebelwolke hinter sich her. Die Streckenposten wurden schon arg nervös schnappten sich die Feuerlöscher und wollten schon auf die Strecke rennen um den Puch zu löschen als dieser machte aber keine Anstalten anzuhalten und fuhr seelenruhig weiter. Mit verdutzem Gesicht stellten die Streckenposten gefühlte Minuten später erst die Feuerlöscher wieder weg bis die Info an die Rennleitung raus ging, dass hier wohl ein technische Defekt vorliegt oder jemand eine Tuning Nebelmaschine verbaut habe. Nachdem also die halbe Strecke voller Öl war fiel die Ölwanne des Styr Puchs dann neben der Strecke komplett ab. Mit Ölwannen ist es wie mit Gruppe I Autos. Festschrauben sollte man die Dinge schon. Zurück im Fahrerlager gab es dann die Bestandsaufnahme und der Styr Puch rollte nicht mehr an den Start – ob er nur keine neues Öl oder keine Ölwannendichtung mehr mit hatte wird sich nicht mehr klären.

Startaufstellung

Leider gab es im Starterfeld der Mini´s einen weiteren Ausfall denn Alberto Pinna musste seinen Wagen wegen Motorschaden ebenfalls stehen lassen. Es war leider nicht der letzte technische Ausfall an diesem Wochenende denn zum letzten Lauf in der Saison stecken in den meisten Motoren schon viele Rennkilometer und die Motoren schreien schon nach der Revision. Auch Jürgen Kohlhaas wurde zum Dauerschrauber an diesem Wochenende denn wenn man keine Arbeit mehr hat macht man sich welche. Auch bei den Engländern wurde nach den Läufen wieder Hand angelegt. Zwar nicht wegen technischer Probleme aber der wieder frisch erstrathle Renner von Gordon Scott lag ihm noch nicht so gut und so wurde noch akribisch am Fahrwerk für den zweiten Lauf gearbeitet. Gordons Auto wurde erst kurz vor dem Saisonfinale von Robert Morris fertiggestellt. Und auch beim Wiederaufbau, den dem Unfall in Spa, ist Gordon keine Kompromisse mit seinem Auto eingegangen. Dem Wiederaufbau von Gordon Scotts Auto und dem Start seines Schwiegersohns James Lindrige ist dann aber leider Robert Morris eigener Start zum Opfer gefallen. Zu wenig Zeit für das eigene Auto machten Robert zum Zuschauer an diesem Wochenende aber auch dafür sollte er noch belohnt werden.

Fahrerlager

Zum zweiten Lauf ging es dann am späten Nachmittag. Durch den technischen Defekt im Training bei Jürgen Kohlhaas (wir erinnern und “festziehen von Schrauben”) stand Katja Schygulla in der Gruppe I vorn. Gefolgt von Sven Olaf Homann und Jens Hornberger. Im hinteren Feld tummelte  sich dann noch das Auto vom M³ Racing Team und Berthold Ulrich, der ja am Nürburgring seine ersten BCT Läufe bestritt. Berthold erhöhte die Zahl roter Autos im Feld denn nicht nur die Schweizer, Konrad Beckmann, M³-Racing Team, Henrick Kebben und Phil Harvey fahren rote Autos sondern jetzt auch Berthold Ulrich. So dominant wie die farbe schwarz bei der Gruppe I ist, ist rot bei der Gruppe II. Der zweite Wertungslauf konnte dann ohne Frühstart gestartet werden. Aber kurz nach freigabe des Laufes überzog eine Nebelwolke die Start / Zielgerade und ein Gemisch aus Öl und Kühlwasser legte sich auf die Windschutzscheiben. Diesmal war ein Mini, der verursacher dieser Wolke. Aber schnell erkannt wurde der rote Wagen abgestellt und verteilte kein Öl auf der gesamten Strecke.

Fahrerlager

Dann ging es schnell zur Sache. Vorallem bei den vorderen Plätzen aber auch in der Gruppe I. Jürgen rückte von hinten an während Katja sich versuchte gegen Sven zu behaupten. In der Gruppe II zeigte James Lindrige eindrucksvolle Leistung und setzte Thomas Klingelhöfer ganz schön unter Druck. Gordon Scott konnte die Pace aufgrund von Spritproblemen nicht mitgehen und fiel aus, was sich in der Gesamtmeisterschaft niederschlagen wird. Leider wurde der zweite Lauf dann nach ca. 20 Minuten mit roten Flaggen abgebrochen. Ein Fiat 128 hat sich in der schnellen rechts auf die Gegengerade gedreht und ist einmal in der Runde eingeschlagen. Zur Sicherheit wurde der Fahrer ins Krankenhaus gebracht um weitere Verletzungen auszuschließen. Bis auf viel verbogenes Blech ist aber weiter nichts großes passiert und der Fahrer konnte abends schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Vorfall drückte aber auf die Stimmung als es zurück ins Fahrerlager ging. Denn die Abschlussparty stand ja noch an. Nachdem Thorsten Babon aber über den Zustand berichtet und klar war, dass nichts ernsthaftes passiert ist freuten sich alle auf die Abschlussparty.

Fahrerlager

Das alte Kesselchen wurde geputzt und in den BCT Zelten die davor von uns aufgebaut wurden richtete sich der Caterer ein. Wokpfannen standen auf dem Menüplan. Thomas Berg brachte seine berühmt berüchtigte Cocktailbar ebenfalls in den Zelten unter und die BCT Zapfanlage wurde mit 100Liter Freibier bereitgestellt. Das Bier wurde gesponsort von Thomas Klingelhöfer, der ja schon am Hockenheimring seinen Meistertitel fest machen konnte. Neben Zapfbier brachten die NSU Fahrer noch divereste Biersorten in Flaschen mit zur Party. So war für das leibliche Wohl gesorgt. 162 Personen hatten sich angekündigt – gut dass die BCT Zelte immer verfügbar sind und es fleissige Mini Fahrer gibt, die auch unermütlich die Zelte aufbauen und später wieder abbauen damit auch alle anderen im Kampf der Zwerge trocken sitzen und die Party geniessen können.

Die Siegerehrung fand statt und es wurden wieder reichlich Pokale vergeben. Aufgrund der vielen Ausfälle in Gruppe II gab es auch einige Überraschungen bei der Pokalvergabe. Die Gesamtmeisterschaft der BCT war ja bereits entschieden aber im Vorfeld zum Nürburgring gab es noch einige Aspiranten für den zweiten Platz. Durch den Ausfall im zweiten Lauf von Gordon Scott konnte sich hier Wolfgang Dirxelius durchsetzten und wurde Vizemeister der BCT in 2013. Herzlichen Glückwunsch!

Nachdem alle Serien ihre Pokale vergeben hatten stand nur noch ein Pokal auf dem Tresen. Dieser Pokal wurde als Ehrenpreis vergeben und zwar an Robert Morris für seinen unermütlichen Einsatz bei den englishen Fahrzeugen. Leider kann man pro Saison nur einen solchen Pokal verteilen denn es gäbe auch weitere im Feld der BCT die einen solchen Pokal verdient hätten.

Die erste charge der Cocktails aus der Berg´schen Bar wurden dann gegen höchstgebot versteigert. So basierte Thomas´ unkostenerstattung für diesen Abend auf Spenden in seiner Dose. Die Gebote wurden astronomisch und zeigten zugleich, wie hoch die Cocktails von Thomas´ geschätzt werden. So endete die erste Auktion bei einem 3-Stelligen Betrag der Abend war also begonnen. Es ging dann feuch-fröhlich weiter bis auch die letzten Flaschen Hanvanna Club aufgebraucht und der letzte Nachtisch verputzt war. Früh morgens wurde dann das Licht im Kesselchen und in den Zelten ausgestaltet und als die letzten ins Bett gingen war klar – dies war die Saison 2013! Mit Höhen und Tiefen für jeden einzelnen aber auch der Zusammenhalt und der Spaß wird in den Wintermonaten und zur Sainvorbereitung in Erinnerung bleiben und wie schnell sind 2 Monate vorbei bis man sich wieder sieht zur Jahressiegerehrung der Saison 2013 und Begrüßen der Saison 2014.

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