BCT bei den ADAC GT Masters in Zandvoort vom 09. – 11. Mai

Zandvoort liegt hinter uns und so will ich euch ein bisschen über die Ereignisse informieren. Vorweg erst einmal einen großen Dank an den MSC Langenfeld, den ausrichtenden Veranstalter für das ADAC-GT-Masters Rennen in Zandvoort, der uns (Kampf der Zwerge/British-Car-Trophy) unbedingt als weitere Serie neben der Pro-Car und noch einigen anderen Serien an diesem Wochenende dabei haben wollte.

Die Resonanz auf unsere beiden Wertungsläufe war dann auch großartig und wir sind hoffentlich in der Zukunft öfter mit der ADAC-GT-Masters Serie unterwegs.
Ja, Wetter hatten wir auch. Um es kurz zu umschreiben: Wind, Wind, Wind und noch mehr Wind, unterstützt von eifrigen Regenfällen, dazu Blitz Hagel und wieder Wind.
Nur beim Zeittraining blieb die Strecke trocken, was aber auch gut war, da doch etliche Teilnehmer von uns die Rennstrecke Zandvoort nicht kannten. So blieb diesen dann auch falsche Abbieger und den Streckenposten Arbeit erspart.
Nach den 30 Minuten Training ergab sich ein interessantes Bild. In dem Feld der verbesserten Gruppe 2 Minis hatte Wolfgang Dixelius mit einer 2:09.154min gezeigt was in seinem Mini steckt und quasi den Rest des Feldes mit über drei Sekunden Vorsprung deklassiert. Harvey, Cuhalar , Backes auf NSU und Keiselt mußten sich mit 2:12er Zeiten dahinter einreihen. Allerdings waren somit unter den ersten fünf auch wieder vier Minis, was ja für das Start-Foto immer prima ist.
In der seriennahen Gruppe 1 (SPI Klasse) waren fünf Starter angetreten. Nach der Trainingssitzung lag ich auf Platz eins mit einer 2:28.346min, gefolgt von Kohlhaas und Hohmann mit jeweils einer 2:29er Zeiten, A. Wessling schaffte die Runde in 2:34,299min, vor Katja Schygulla, die mit einer Zeit von 2:37.794min ein wenig mit der Strecke haderte.

Im ersten Wertungslauf am Samstag spielten diese Zeiten aber überhaupt keine Rolle mehr. Schließlich regnete es durchgängig, mal mehr, mal weniger. Drixelius war jedoch guter Dinge und gab fleißig Gas. Nur in der vorletzten Runde brachte ihn der orange NSU von Backes durcheinander, dachte Wolfgang doch es handele sich bei Backes um ein überrundetes Fahrzeug. Falsch gedacht und auch leicht verpennt, um es mal so harmlos zu nennen, Backes auf NSU zog vorbei und für Drixelius blieb nur Platz zwei im Gesamt. Gefolgt von Harvey, einem beachtlichen dritten Platz von Cuhalar und einem sich riesig freuenden P. Kühnel, der als Mitglied im MSC Langenfeld vor seinen Freunden einen guten vierten Platz heraus fuhr.
In der Gruppe 1 war man bei Regen gut vorbereitet, schließlich ist der Yokohama Straßenreifen A539 in der Dimension 165/60/12 vorgeschrieben, ob es regnet oder nicht. Dass diese Reifen bei Regen mächtig Spaß machen können erlebte ich dann auch in den ersten Runden, konnte ich mich doch mit meinem SPI Mini mit deutlich schnelleren Abarths, Lancias und NSU rumbalgen. Kohlhaas und Hohmann verpaßten etwas den Anschluß, Wessling und Schygulla mußten erstmal Regenerfahrung sammeln. Später überholte Homann dann Kohlhaas und der Zieleinlauf war wie folgt: Schygulla auf fünf, Wessling auf vier, Kohlhaas auf drei, Hohmann auf zwei und ich auf P1.

Beim zweiten Wertungslauf am Sonntag gab es dann auch kaum viel Neues. Es regnete wie gehabt, nur vielleicht ein bisschen mehr. Also standen die Gruppe 1 Boliden wieder auf Regenreifen und wir, in der seriennahen Gruppe1, wieder auf unseren Ganze-Rennsaison-Reifen. Im Gegensatz zum ersten Lauf hatte sich Drixelius aber etwas mehr vorgenommen und so wurde der führende NSU auch von der Rennleitung nach einigen Runden aus dem Geschehen genommen. Kleiner Spaß!
Aber, es war ernst, Backes hatte auf seinem NSU bei geschwenkten gelben Flaggen leider nicht den Fuß vom Gas genommen und dann auch noch in dieser Runde, in dem Sektor mit gelber Flagge, seine schnellste Zeit gefahren. So war es in der Fahrerbesprechung angekündigt und so zog es die Rennleitung durch. Backes bekam die schwarze Flagge und wurde aus dem Rennen genommen.
Gewonnen hatte also Drixelius, gefolgt von Harvey, Cuhalar, Kühnel und Thomas Berg. Fünf Minis unter den ersten Fünf. Gar nicht sooo schlecht.
In der SPI Klasse gab es quasi eine Kopie des ersten Laufes. Bei strömenden Regen konnte ich mich sofort von Kohlhass und Hohmann absetzen und das Rennen kontrolliert nach Hause fahren. Leider mit etlichem Frust im Bauch über einen NSU Fahrer, der auf den Geraden deutlich schneller war aber mir beim anbremsen und in den Kurven jeweils immer die Tür derart hart zu geworfen hat, das ich sogar auf die Wiese ausweichen mußte. Dies ging die ersten fünf Runden so, bis ich endlich vorbei war, dann aber, beim durchlassen der im Gesamt Führenden Backes und Drixelius, wieder von diesem überholt wurde. Ich war echt genervt. Aber man sieht sich immer zweimal im “„Rennen”“, nach zwei weiteren Runden rollte der NSU am Streckenrand aus.
Katja Schygulla hatte noch versucht Andre Wessling davon zu fahren was jedoch mit einem Kiesbettausritt endete (welcher die oben erwähnte gelbe Flagge für Backes nach sich zog)und sie somit hinter Wessling auf Platz 5 einlief.
Jeweils beide Läufe wurden direkt nach dem Rennen auf dem Siegerpodest geehrt, beim zweiten Lauf dann auch mit Sektflaschen nebst Inhalt, welcher dann reichlich von den Akteuren verspritzt wurde.
Alles in allem eine prima Veranstaltung. Heilfroh bin ich über die frühzeitige Buchung des angrenzenden Center-parks Bungalows. So konnten die Klamotten doch zwischendurch trocken und der Schlaf war ausreichend.

Schreibe einen Kommentar